Die Autofahrer, welche sich im Alter noch Auto fahren, haben mit einigen Vorurteilen zu kämpfen, statistisch verursachen sie jedoch weniger Unfälle als junge Fahrer, dennoch lassen Seh-, Hör- und Reaktionsfähigkeit im Alter tendenziell nach. Senioren müssen ihre Fahrtauglichkeit eigenverantwortlich einschätzen, da es in Deutschland bislang keine Altersbeschränkung oder regelmäßige Gesundheitstests gibt.
Ärzte sind zwar verpflichtet, Patienten, die wegen bestimmter Krankheiten oder der Einnahme von Medikamenten, nur eingeschränkt straßenverkehrstauglich sind, über die Risiken zu informieren, jedoch wird das in der Praxis oft vergessen oder nicht ernst genug genommen. Und erst, wenn es zu Auffälligkeiten oder einem Unfall kommt, können die Behörden einschreiten und ein ärztliches Gutachten verlangen.
Auflagen nach der Untersuchung
Die Gesundheitsprüfung findet bei einem Facharzt oder dem Amtsarzt des Gesundheitsamtes statt. Anhand des Gutachtens können bestimmte Auflagen, wie das Tragen einer Brille oder ein Nachtfahrverbot angeordnet und in den Führerschein eingetragen werden. Im Extremfall kann die Behörde auf die freiwillige Rückgabe der Fahrerlaubnis hinweisen, aber zieht den Schein erst ein, wenn der Betroffene der Aufforderung nicht nachkommt.
Trainingsangebote wahrnehmen
Angehörige und/oder Freunde scheuen sich oft das Thema anzusprechen, dass viele ältere Menschen offensichtlich Probleme mit dem Autofahren haben. Jedoch macht sich jeder straf- und haftbar, der ein Auto fährt, obwohl er nicht fahrtauglich ist. Deswegen wird empfohlen, die Angebote zur Überprüfung und Auffrischung der Fahrfitness wahrzunehmen. Der TÜV, ADAC und die DEKRA haben spezielle Tests und Trainings für Ältere entwickelt, um Unsicherheiten im Straßenverkehr zu beseitigen und auch Praxisstunden mit einem Fahrlehrer können hilfreich sein.





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